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Truth can you hear me

LP-Release und Glaskunst

November 18 @ 08:00 November 20 @ 17:00

@linazylla

Die Farben und Formen des Klangs: Soundscapes von KSW-Mitglied Lina Zylla (Text von Fabiola Arellano Cruz)

Kann Klang geformt und materialisiert werden, können wir ihn berühren? Welche Farben hat Musik, können wir sie hören? Die Verschmelzung von Sinnen, die normalerweise nicht miteinander verbunden sind, bekannt als Synästhesie, ist Teil der Art und Weise, wie Lina Zyllas Kunstwerke wahrgenommen werden. Während sich einer unserer Sinne angeregt fühlt, wird ein anderer unwillkürlich ebenfalls aktiviert. Ihre Mix-Media-Arbeit überschreitet die poetischen, bildnerischen, akustischen, skulpturalen und performativen Ebenen. All diese Flächen bilden für sie jedoch eine Herangehensweise an die Malerei. Diese Auffassung von Malerei ist jedoch nicht nur ein zweidimensionales Bildelement, das auf die Rahmen einer Leinwand beschränkt ist; Stattdessen ist es eine ästhetische Erfahrung, die zentrale Annahmen über die Dimensionen und Grenzen eines Genres und über den Begriff der Realität als Ganzes in Frage stellt.

Durch das Experimentieren mit dem Element „Klang“ erweitert die Künstlerin ihre Bildsprache um eine räumliche Dimension. Dabei versucht sie mit den gleichen Materialien und Objekten, aber in neuen Kontexten, neue Konzepte und neue Verbindungen zu schaffen. Abgeleitet vom Wort Landschaft bezeichnet das Suffix „scape“ „ein Bild oder eine Darstellung“ von etwas, das durch das Anfangselement, in diesem Fall „Sound“, spezifiziert wird. Wir bewegen uns durch Zyllas Klanglandschaften, manchmal mit Leichtigkeit, manchmal mit Vorsicht und manchmal mit Verwirrung. Jeder Schlag ihrer Performance ermöglicht es uns, organisch und intuitiv in einen zeitlosen und vergänglichen Raum einzutreten. Und gerade wenn wir denken, dass wir nichts verstehen müssen und uns vom Verstehen befreien können, bringen uns ihre gesungenen Mantras an einen vertrauten Ort zurück. Wir erkennen ihre Bedeutung, oder zumindest denken wir, dass wir es tun. Ihre sich überlagernde Stimme und ihr Gesang oszillieren ohne Erklärung zwischen spirituellem und ironischem Realitätsverständnis. Im Gegenteil, es liegt an uns, dieser Klangfülle ein Bild zu geben, unsere eigenen Erinnerungen hervorzurufen und unsere eigenen Bedeutungen abzuleiten. Diese Bilder sind nicht statisch, sondern im Fluss und einzigartig individuell. Wie in einem ihrer gesungenen Mantras zu hören ist: „Du produzierst eine ganz neue Realität“.

Beim Erleben dieser Klanglandschaften fragen wir uns: Wenn die Grenzen zwischen Genres und Sinnen verschwimmen, sich überlagern, verschmelzen, überschreiten, aufeinanderprallen, verdrehen und nur kurz harmonieren, ist es überhaupt denkbar oder wünschenswert, sie zu definieren? Oder ist zeitgenössische Kunst nicht selbst polysem?

Textbearbeitung: Naomi Ho

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Lothringer 13 Halle

Lothringer Straße 13
München,
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